Entspannung und Gesundheit

Mit dem Thema Gesundheit verbinden die meisten von uns erstmal eine bewusste Ernährung, ausreichende Fitness und die Abwesenheit von Krankheit. Und wenn wir dann eine Erkältung haben, gehen wir ganz bedenkenlos davon aus, dass Heilung über kurz oder lang selbstverständlich eintreten wird. Wir werden krank und wieder gesund und krank und wieder gesund und immer so weiter. Bis sich vielleicht irgendwann Krankheiten häufen, weniger schnell heilen oder sich kleine oder größere andauernde Probleme zeigen wie latente Müdigkeit, Unverträglichkeiten, Magen-Darm- oder Herz-Kreislauf-Störungen. Krankheit kann schließlich chronisch werden und sich damit so fixieren, dass Heilung nicht mehr ohne weiteres stattfindet, wie wir es bis dahin gewohnt waren.

Während wir bei akuten Erkältungen die Viren oder Bakterien für eine Krankheit verantwortlich machen, entstehen chronische Beschwerden in der Regel über einen Zeitraum von vielen Jahren und lassen sich keiner klaren Ursache zuordnen. Und wenn wir genauer hinschauen, stellt sich auch bei vielen Infekten die Frage, warum manche Menschen sich anstecken lassen und andere nicht. Oder auch warum wir uns selbst in einigen Fällen anstecken und in anderen nicht. Es scheint also weitere Kriterien für die Auslösung und Heilung von Krankheit zu geben, die nicht unmittelbar wirken, sondern nur einen indirekten Zusammenhang haben.

Unser sogenanntes Immunsystem hat die Aufgabe, Krankheiten abzuwehren und unsere Körperfunktionen optimal aufrecht zu erhalten. Steht genügend Energie zur Verfügung und ein ausreichendes Maß an Nährstoffen, Bewegung und Erholung, wird das System einwandfrei funktionieren. Aber als ob das so einfach wäre. Denn nur weil wissenschaftlich erwiesen ist und wir sogar zustimmen, dass zuviel Zucker, Fett und Trägheit uns schaden, ändert das an unserer Lust auf Schokolade, Sahnetorten, Pizza und Fernsehserien erstmal gar nichts. Neben der Schwäche, der Aussicht auf ein gesundes Wohbefinden stets eine direkte Befriedigungen unserer Gelüste vorzuziehen, hat unser Immunsystem allerdings einen noch viel größeren Feind: Destruktiven Stress.

Stress beschreibt in erster Linie eine Überlastung. Im Alltag wird Stress oft mit Zeitdruck gleichgesetzt. Bekanntermaßen entsteht Stress, wenn wir eine Sache bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig haben müssen, aber zuwenig Zeit für die Umsetzung bleibt. Dabei ist es jedoch eine Fehlinterpretation, dass der Zeitdruck an sich den Stress verursacht. Vielmehr ist es die Bedeutung, die wir den Folgen beimessen und die wir auf uns selbst beziehen. Wir haben etwas zu verlieren: Anerkennung, Geld, Macht, Zuneigung, was auch immer. Wenn wir im Stress sind, springt unser Selbstverteidigungssystem an. Und das verschlingt utopische Mengen an Energie und pumpt unseren Körper voll mit Hormonen. Solange sich Stressphasen und Erholung abwechseln ist das überhaupt kein Problem. Die Stoffe werden abgebaut und Energiereserven wieder aufgebaut. Jedoch sind wir in unserem Alltag heute viel zu häufig gestresst und selbst wenn es Phasen der Erholung gibt, werden diese oftmals nicht richtig genutzt.

Auch wenn Zeitdruck wahrscheinlich das bekannteste Beispiel für Stress ist, die schlimmsten Auswirkungen haben dauerhafte unbewusste Überlastungen. Über Jahre der falsche Arbeitsplatz mit nicht erfüllbaren Anforderungen oder Mobbing, keine ausreichende finanzielle Existenzgrundlage, eine ständig zerstrittene Beziehung oder ein Mangel an Sinn lösen nach und nach immer mehr Misstrauen, Angst und Wut aus. Diese Emotionen verursachen latenten destruktiven Stress.

Wenn unsere Energie dann hauptsächlich zum Stressabbau verbraucht wird, steht sie an anderer Stelle schlicht und ergreifend nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung. Ein schwaches Immunsystem und damit die Anfälligkeit für körperliche und psychische Krankheiten sind unausweichliche Folgen. Natürlich sind dann gesunde Ernährung und Bewegung hilfreiche Maßnahmen, aber im Verhältnis zur Stressbelastung oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Um die natürliche Selbstheilung wieder zu ermöglichen, braucht es jetzt vor allem eins: Intensive Entspannung.

Wie funktioniert denn Entspannung? Einerseits ist es sicherlich ganz hilfreich, einfach durch Abwechslung und Ablenkung aus belastenden Situationen auszusteigen. Mal etwas ganz anderes tun, gewohnte Rollen verlassen, Spazieren gehen, Sport machen oder sich einfach von Filmen und Musik berieseln lassen. Für den Moment mag sich das ganz gut anfühlen, nachhaltig helfen wird das nicht. Nur weil die Stress-Situation nicht direkt präsent ist, sind die Ursachen nicht gelöst. Und je nachdem, welche Art Filme oder Musik konsumiert wird, lösen diese ebenfalls wieder Spannung und Emotionen aus. Immerhin sind diese Medien dafür gemacht. Und wer beim Sport und Spaziergang mit seinen Gedanken weiter um problematische Situationen kreist, wird genauso wenig Erholung erleben.

Echte Entspannung erfährst Du im Grunde nur, wenn Du aus der Welt der auf Dich selbst bezogenen Gedanken und damit verbundenen Emotionen zeitweise vollständig aussteigst. Techniken wie Meditation, autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung führen Dich in einen Zustand, der sich durch reine Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart auszeichnet. Interpretationen und Widerstände sind nicht präsent. Dein Selbstverteidigungssystem schaltet ab. In solchen Zuständen kannst Du Dich voll entspannen und Dein geschwächtes Immunsystem kann sich erholen.

Im Coaching finden wir heraus, was Deine individuellen Ursachen von Stress sind. Dafür betrachten wir gemeinsam Deine persönlichen Bedürfnisse und Werte in Bezug auf Deine Lebenssituation. Außerdem lernst Du verschiedene konkrete Methoden zur intensiven Entspannung kennen, so dass Du Dein Immunsystem einerseits durch Reduktion von Stress und andererseits durch wirksame Erholung entlasten kannst.

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