Erfolgreich trotz Schule

Es ist ja nicht so, dass gerade die Schule uns zum Erfolg führt. Wenn wir uns die Herausforderungen unserer Zeit anschauen wie beispielsweise Klimawandel und Globalisierung und einen Blick auf die aktuellen Anforderungen in Unternehmen und Organisationen werfen, dann erkennen wir, dass in allen Lebensbereichen heute Kompetenzen erforderlich sind, die von unserem Schulsystem oft unzureichend oder gar nicht vermittelt werden. Eigenverantwortung, Teamgeist, Selbstentwicklung und Selbstorientierung sowie eine zugewandte Kommunikation sind wichtige Fähigkeiten, ohne die der Mensch zukünftig nicht auskommen wird.

Statt dessen lernen wir in Zeiten, in denen alles Wissen im Internet frei zugänglich ist, auf unseren Schulen weiterhin Stunde für Stunde, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr weiterhin hauptsächlich Wissen. Junge Menschen verschwenden aufgrund der Schulpflicht mit diesem Unsinn 10 bis 13 Jahre ihres Lebens. Damit nicht genug ist das ganze Konstrukt Schule in weiten Teilen unseres Bildugungssystems geradezu eine Verhinderungsmaschine für persönliche Weiterentwicklung.

Es ist nämlich so: Wir werden weniger durch Inhalte geprägt als vielmehr durch Erfahrung. Und diese Erfahrung prägt uns entweder durch signifikante Emotionalität oder durch stetige Wiederholung. Es spielt also eine große Rolle, in welchen Umgebungen und Strukturen wir uns bewegen. Schauen wir uns also mal ein paar Beispiele an, was wir in weiten Teilen im System Schule in jedem Augenblick unseres Aufenthaltes dort erfahren und welche Prägungen damit unausweichlich verbunden sind: Unterrichtszeiten und Inhalte sind fest vorgegeben. Der Lehrer bestimmt die Abläufe. Es werden Klausuren geschrieben und nach objektiven Maßstäben bewertet. – Allein diese drei Faktoren schließen sofort und gänzlich aus, dass ein Schüler lernt, sich selbst zu orientieren und eigene kreative Lösungswege zu entwickeln. Vielmehr lernt er, dass immer jemand da ist, der sagt wo es lang geht und bestimmt, was richtig und was falsch ist. Er lernt, dass er selbst keinen Einfluss hat und die Welt scheinbar ein fest definierter Ort ist.

Damit nicht genug hat man vor einigen Jahren im Zuge der Vereinheitlichung von Qualifikationen in der EU damit begonnen, auch die Inhalte von Studiengänge immer fester zu zurren, so dass inzwischen auch hier die Verhinderungsmaschine greift und freies Arbeiten nahezu ausschließt. Wir wundern uns, warum die meisten Absolventen so „unfähig“ sind? Warum sie den Anforderungen der Arbeitswelt überhaupt nicht mehr genügen? Warum überall die Motivation fehlt, aktiv unsere Zukunft mitzugestalten? Das ist die Antwort. Nun gibt es einerseits die Art Schüler – und das sind die meisten – die sich diesem System ganz gut anpassen können. Es gefällt ihnen zwar nicht und macht sie nicht glücklich, aber sie kommen mehr oder weniger zurecht, machen ihren Abschluss, eine Ausbildung oder studieren. So weit so gut. Wenn sie anschließend Karriere machen und großen Erfolg haben, liegt das wohl weniger darin begründet, dass sie viele Jahre Wissen gestapelt haben und auf Anpassung geprägt wurden. Sondern sie haben das geschafft, weil sie neben der Schule soviele andere hilfreiche Erfahrungen gemacht haben, dass sie sich trotz Schule eine ganze Reihe wichtige Fähigkeiten aneignen konnten zb. im Rahmen einer intakten und aufgeschlossenen Familie, im Sport, in Bereichen wie Musik und Theater oder vielleicht in verantwortungsvollen Gemeinschaften wie der Freiwilligen Feuerwehr.

Und dann gibt es die andere Art Schüler, die sich dem Schulsystem oft nicht anpassen können. Das sind die kreativen Denker, die kreativen Künstler und die kreativen Hochbegabten. Allen ist gemein, dass ihre Natur gerade die Andersartigkeit und Unangepasstheit ist. Ihr Eigensinn und ihre Kreativität stellen die Norm in Frage und werden deshalb vom System und den darin genormten Beteiligten nicht selten als Angriff wahrgenommen. Umgekehrt fühlen sie sich selbst ebenfalls durch das System bedroht und im Laufe er Zeit kann es passieren, dass sie zu Rebellen und Außenseitern werden.

Bist Du ein solcher Rebell oder auf dem Weg einer zu werden? Dann trägst Du wahrscheinlich einen großen Teil wichtiger Fähigkeiten bereits in Dir und willst Dir das auch nicht nehmen lassen. Vielleicht sind Teamgeist und Kommunikation dann (noch) nicht Deine Stärken. Das macht nichts, weil Du das aufgrund Deiner anderen Fähigkeiten schnell lernen kannst. Ich habe ziemlich viel Erfahrung als Rebellin und ziemlich viel Kenntnis über Schule. Und wenn Du möchtest, zeige ich Dir im Coaching, wie Du durch ein größeres Bewusstsein für Deine Situation eine gute Lösung für Deine Schulzeit finden kannst.

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